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reg. Energien II - Chancen oder Irrwege

Im Rahmen ihrer Öffentlichkeitsarbeit hat die Freie Wähler Ortsgruppe Pilsting, die UpW/FW, am Freitag den 08. Mai ins Cafe' am Gassal zu einem weiteren interessanten  Fachvortrag eingeladen. Die Organisation hatte Kassier Stefan Kugelmann übernommen. Vorsitzender Franz Knopf begrüßte den Referenten und zahlreiche interessierte Bürger. Neben den Marktgemeinderäten Lau, Lichtinger, Reindl und Schug fanden sich auch die Pilstinger Fachfirmen Bad+Heizung Ederer sowie Heizung Sanitär Hans Günzkofer ein.

Nachdem der Vortrag "regenerative Energien - Chancen oder Irrwege" vom Herbst letzen Jahres großes Interesse bei den Bürgern weckte, hat sich die Vorstandschaft entschlossen, eine weiterführende Veranstaltung zu diesem, nach wie vor aktuellen Themenbereich, jedoch mehr auf den häuslichen Bereich ausgerichtet, zu organisieren. Die UpW konnte als Referenten den Bezirkskaminkehrermeister und Energieberater HWK Jochen Lippl aus Goben gewinnen.

In seinem Vortrag ging es um effiziente Energieeinsparmöglichkeiten in Wohngebäuden. Dazu zeigte er eindrucksvoll auf, wo im privaten Wohnhaus die meiste Energie ge- bzw. verbraucht wird und wo die Energie verloren geht.

 

Eine von vielen  Möglichkeiten ist eine Solaranlage mit Heizungsunterstützung. Die dabei gewonnen Wärmeenergie wird in einem Pufferspeicher gepumpt um zu einem späteren Zeitpunkt ins Heizsystem einzuspeisen. Eine weitere Möglichkeit ist Wärme über eine sogenannte Wärmepumpe zu erzeugen und ins Heizsystem einzuspeisen.

Ausführlich wurde die Frage über die unterschiedlichen Fördermöglichkeiten vom Staat für energetische  Sanierungsmaßnahmen erörtert und wann und in welchem Umfang  regenerative Energien zur Beheizung von Wohngebäuden verwendet werden müssen.  Letztendlich, ging es um die entscheidende Frage "Sparen ohne zu investieren?“ In unterschiedlichen Varianten ist es möglich, daß die Investitionskosten zu einem Teil oder ganz über die Förderung getragen werden. Hr. Lippl trug die vielfältigen Fördermöglichkeiten, die es heute gibt, vor. Auf jeden Fall ist es ratsam im Falle vor einer Investition einen Fachmann zurande zu ziehen, da für manche Förderung die Vorlage eines Energieausweis notwendig ist. Da wird das Gebäude energetisch untersucht und in Kategorien eingestuft.

Hr. Lippl bietet neben allen  Kaminkehrerarbeiten eine ganze Reihe von Dienstleistungen wie z. Bsp. Ausstellen von Energieausweisen, Energieberatung und Beratung bei Fördergeldern zur energetischen Gebäudesanierung, Thermographie und Blower Door, Heizungsinspektion (Heizungs-Check); Kesselreinigung und optimieren der Regelungseinstellung von Zentralheizungen, Beratung in feuerungs- technischen Fragen, Holzfeuchtemessung und heizen mit Holz usw..

Nach dem Vortrag stellte sich eine rege Diskussion ein. Es ging um das Problem, daß Heizungsmessungen von Fachfirmen nicht anerkannt werden. Eine ordentlich gewartete Anlage, abgasanalytisch gemessen und dokumentiert, wird vom Kamin- kehrer nochmal vermessen, da das Protokoll der Fachfirma nicht anerkannt wird. Es entstehen doppelte Kosten "das verstehe kein Verbraucher" so ein Teilnehmer. Die Prüfungen sollten gegenseitig anerkannt werden. Es wurden Beispiele von an- deren Ländern angeführt, wo es nicht gesetzlich Pflicht ist, Heizungsanlagen über- prüfen zu lassen. Dort wird von vielen Toten durch Kohlenmonoxid Vergiftungen berichtet, was bei uns so gut wie nicht mehr vorkommt.

Abschließend wies Franz Knopf auf die weiteren Veranstaltungstermine hin. Am Freitag den 15. Mai um 18 Uhr findet eine Betriebsbesichtigung bei Laimer Gartenbau in Großköllnbach statt. Es sind alle interessierten Bürger eingeladen.