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Betriebsbesichtigung Obsthof Haller

Am Freitag den 11. Juli besuchten die UpF/FW, die Freien Wähler der Gemeinde Pilsting, den Obsthof Haller in Großkölllnbach/Etzenhausen. Vorstand Gerhard Lichtinger begrüßte Vorstand Franz Knopf, Schriftführerin Helga Stierstorfer, die UpW Ortsprecher von Großköllnbach, Ganacker und Harburg Martin Laimer, Willi Biendl und Peter Friedlmaier, Kassier Stefan Kugelmann sowie zahlreiche Mitglieder und Freunde des Vereins und überreichte der Chefin des Hauses einen Blumenstrauß.

Zunächst besichtigen die UpWler die Heidelbeerplantage, welche 1999 entstand und ein wichtiges Standbein im Obstbau darstellt. Durch aufwendige Bodenvorbereitung konnten die empfindlichen Heidelbeersträucher auf Ackerland kultiviert werden, welche sich bei den Kunden großer Beliebtheit erfreuen. Die Gesamtfläche der Heidelbeeren beträgt 1,5 Ha, so Bernhard Haller.Gleich anschließend ging es zur Christbaumkultur. Ab Dezember werden am Hof Christbäume und Tannenreisig angeboten. Die Nordmanntanne hat sich unter den Weihnachtsbäumen durch ihre weichen und haltbaren Nadeln am beliebtesten gemacht.

„Bei uns werden alle Bäume frisch geschnitten und unbehandelt vermarktet“ das ist Herrn Haller wichtig. Eindrucksvoll stellt er dar, welch großer Aufwand betrieben werden muss, bis ein verkaufsfähiger, möglichst makelloser Christbaum bis zur verkaufsgerechten Größe herangewachsen ist.
Im Weiteren führte Hr. Haller in den Verkaufsraum wo sich die Besucher mit Most und frischen Fruchtsäften stärken durften. Hier befindet sich auch der Kühlraum, wo das frisch gepflückte Obst bis zum Verkauf zwischengelagert wird. Die Besucher wanderten danach durch die Obstplantagen, von von wo man einen romantischen Ausblick ins Isartal, auf Großköllnbach und Pilsting genießen kann.

1987 pflanzte hier Xaver Haller 500 Obstbäume. Von Kollegen als Hobbygärtner belächelt, entstand doch der größte Obstbaubetrieb im Landkreis. Der Betrieb wurde ständig weiterentwickelt. Zu den Äpfel und Birnenbäumen kamen Sauerkirschen hinzu.1993 wurde die Obstfläche von seinem Sohn Bernhard verdoppelt. Die Lagerräume mussten ausgebaut werden und Kühlräume entstanden. Süßkirschen auf schwachwüchsigen Bäumen kamen neu zum Sortiment. Um einen modernen und umweltbewussten Obstbau gerecht zu werden, bildete sich Bernhard Haller in Schulungen weiter und stellte den Betrieb auf „Kontrollierten Anbau“ um. Zur Zeit beträgt die Betriebsgröße 1,5 ha Heidelbeeren, 1,5 ha Kernobst, 0,3 ha Steinobst. Um aktuelle Obstsorten anbieten zu können, wird jährlich bis zu 10 % der Obstanlage gerodet und neu gepflanzt. Der Betrieb ist ein reiner Familienbetrieb und sämtliche Pflegearbeiten werden mit großer Sorgfalt erledigt. Saisonbedingt werden Süßkirschen, Sauerkirschen, Heidelbeeren, Birnen und Äpfel hergestellt. 75 % der Obsternte werden ab Hof verkauft.

20% der Früchte bekommen Hofläden, Händler auf Wochenmärkten und Lebensmittelgeschäfte zum Verkauf, 5 % wird zu Saft ‚ Most ‚ Likör und Wein verwertet. Die Vielfalt der Sortenauswahl überrascht die Anwesenden.
Ab Anfang September sind die ersten Äpfel reif und werden sorgfaltig von Hand geerntet. Nach und nach reifen die verschiedenen Apfelsorten, bei einigen sind mehrere Pflückgänge nötig. Durch die sofortige Einlagerung in Kühlräume bleiben die Apfel saftig und frisch, und können bis März/April im unseren Hofladen angeboten werden. Hr. Haller betont in der abschließenden Diskussion nochmals, dass sein Betrieb im „ „kontrollierten Anbau“ streng überwacht wird und es keine Geheimnisse gibt. Somit ist sichergestellt, dass die gesetzlichen Vorgaben eingehalten und den Kunden allerbeste Qualität ab Hof angeboten werden kann.

Die Mandatsträger und Mitglieder der UpW/FW besuchen immer wieder in der Gemeinde ansässige Unternehmen und Betriebe um die Sorgen und Nöte zu erfahren. Nur so ist es möglich, deren Standpunkt im Gemeinderat mit Sachverstand und Weitblick einzubringen. Vorstand Franz Knopf bedankte sich bei Familie Haller für die Bewirtung und die aufschlussreiche Führung sowie bei den Anwesenden für die Teilnahme. Beim Zigeunerfest beim Xaverlwirt stärkten sich die Besucher bei Lagerfeuerspezialitäten und plauderten gemütlich in den Abend hinein.